Verbraucher haben derzeit wenig Lust auf Mode.

Google-Suchanfragen nach Mode-Onlineshops gehen deutlich zurück

Google-Suchanfragen nach Mode-Onlineshops gehen deutlich zurück

Obwohl die stationären Modegeschäfte in Deutschland geschlossen sind, profitiert der Distanzhandel davon nicht. Es sei keineswegs so, dass die Leute jetzt zuhause sitzen und online Kleidung shoppen, so das Deutsche Mode-Institut (DMI). Im Gegenteil. Eine erste Untersuchung habe gezeigt, dass die Prioritäten der Menschen sich dramatisch verschieben, wenn sie in ihren Wohnungen festsitzen. Bei Mode gehe es eben vor allem darum, wie man aussieht, wenn man draußen unterwegs ist, und nicht darum, wie man aussieht, wenn man allein zuhause ist.

So waren am Ende der ersten Lockdown-Woche die Google-Suchanfragen nach Mode-Onlineshops nicht etwa gestiegen, sondern um zirka ein Drittel zurückgegangen (Zalando -29%, Bonprix -37%, AboutYou -27%, s.Oliver -33%, Limango -26%, Esprit -10%, H&M -5%). Aus Großbritannien kommen ähnliche Zahlen: Dort gaben 29 Prozent aller Befragten an, ihre Online-Käufe von Kleidung angesichts der Corona-Krise reduziert zu haben.

Entsprechend wächst der Warendruck. „Bereits vor dem Lockdown war der Warenbestand zum Beispiel im Luxussegment 32 Prozent höher als zur gleichen Zeit im Vorjahr“, so das DMI. Um die Warenbestände trotz der widrigen Umstände abzubauen, hätten viele Händler angefangen, ihre Preise früher und stärker zu reduzieren als sonst. So sei der Anteil an reduziert angebotener Ware bereits Anfang letzter Woche 29 Prozent größer als im Vergleichszeitraum 2019 gewesen. Diese Zahlen dürften sich seither noch deutlich erhöht haben, und sie steigen täglich weiter, befürchtet das DMI.