Stationärer Handel soll mit Connected Retail unterstützt werden

Stationärer Handel soll mit Connected Retail unterstützt werden

Der Online-Modehändler Zalando SE rechnet mit einem deutlich reduzierten Quartalsergebnis als vor der Coronakrise prognostiziert. Das Unternehmen erwartet, dass im ersten Quartal das Wachstum des Umsatzes und des Bruttowarenvolumens (Gross Merchandise Volume, GMV) trotz starker Zunahme zu Jahresbeginn deutlich unterhalb der Vorhersagen vom 11. März liegen wird. Auch das bereinigte EBIT werde durch das geringere Umsatzwachstum sowie durch Sonderabschreibungen auf den Warenbestand negativ belastet, teilte Zalando mit.

Der Vorstand werde eine neue Prognose abgeben, sobald der weitere Verlauf der Corona-Pandemie verlässlicher abgeschätzt werden könne. Die Geschäftszahlen für das erste Quartal veröffentlicht das Unternehmen am 7. Mai. Die für den 20. Mai in Berlin geplante Hauptversammlung wird auf einen unbestimmten Termin verschoben.

Mit seinem Connected-Retail-Programm will Zalando Einzelhändler unterstützen. Dabei „können sich Einzelhändler mit der Zalando-Plattform verbinden und ihre Produkte direkt an unsere Kunden online verkaufen”, so Carsten Keller, VP Direct-to-Consumer. „Aktuell sind mehr als 1.500 Geschäfte in Deutschland und den Niederlanden an unsere Plattform angebunden und sie generieren einen relevanten Anteil ihres Umsatzes bei uns. In der aktuellen Situation passen wir unser Angebot an, um Geschäfte noch stärker zu unterstützen: Wir verzichten komplett auf unsere Provision und zahlen die Umsätze wöchentlich an Partner aus.”

Das Angebot gilt vom 1. April bis zum 31. Mai für Einzelhändler in Deutschland und den Niederlanden. In diesem Zeitraum erlässt Zalando die Provision für alle neuen und bestehenden Connected-Retail-Partner und wechselt von monatlichen zu wöchentlichen Auszahlungen, um bei finanziellen Engpässen zu helfen und Liquidität zu unterstützen. Connected Retail kann von allen Händlern und Marken mit physischen Geschäften genutzt werden, die Produkte aus dem bestehenden Zalando-Sortiment anbieten. Zalando kümmert sich um die Online-Inhalte, Zahlungsabwicklung, Kundenbetreuung und unterstützt Partner mit einem persönlichen Ansprechpartner.

Sobald sie freigeschaltet sind, können Händler Bestellungen von Zalando Kunden ausführen. Die Spediteure (DHL in Deutschland, PostNL in den Niederlanden) holen Bestellungen direkt in der jeweiligen Filiale ab. Rücksendungen werden direkt in die Filiale zurück geliefert.