Bereinigtes Ebit im ersten Quartal bei minus 98,6 Millionen Euro

Bereinigtes Ebit im ersten Quartal bei minus 98,6 Millionen Euro

Der Online-Modehändler Zalando SE erwartet trotz Coronakrise für das laufende Jahr mit einem Wachstum zwischen 10 und 20 Prozent. Wachstumstreiber sind die Verschiebung der Kundennachfrage von Offline nach Online und der Ausbau des Plattformgeschäfts. „In Zeiten, in denen der stationäre Handel in vielen Ländern Europas durch Ausgangsbeschränkungen stark betroffen ist, verlagern Marken größere Anteile ihres Geschäftes ins Digitale, um ihre Kunden weiterhin erreichen zu können“, teilte Zalando mit.

Im ersten Quartal sei der Anteil des Partnerprogramms am Bruttowarenvolumen (GMV) um 4,4 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr gewachsen. Das Unternehmen rechnet weiterhin damit, das Jahr klar profitabel zu beenden und mit einem bereinigten Ebit zwischen 100 und 200 Millionen Euro sowie Investitionen in Höhe von 230 bis 280 Millionen Euro abzuschließen.

Die Zahlen für das erste Quartal entsprechen weitgehend den Mitte April gemachten Prognosen. So steigerte Zalando sein GMV um 13,9 Prozent auf 2 Milliarden Euro und seinen Umsatz um 10,6 Prozent auf 1,5 Milliarden Euro. Besonders deutlich war das Wachstum im Offprice-Segment. Hier wuchs der Umsatz um 35 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Aufgrund von geringerer Nachfrage im März sowie Sonderabschreibungen auf den Warenbestand in Höhe von 40 Millionen Euro als Folge der geänderten Verkaufserwartungen für die laufende Saison lag das bereinigte Ebit im ersten Quartal bei minus 98,6 Millionen Euro. Im Vorjahr stand hier noch ein Plus von 6,4 Millionen Euro.

Seit Anfang April habe sich die Kundennachfrage erholt und das GMV sei im Vergleich zum Vorjahr wieder zweistellig gewachsen. Starke Zuwächse gab es in den Bereichen Kindermode, Sportkleidung und -accessoires sowie bei Kosmetikprodukten. Auch die Nachfrage nach nachhaltiger Mode ist seit Jahresbeginn weiter gestiegen. Im März kauften fast 30 Prozent aller Kunden auch nachhaltige Produkte ein. Schon heute liegt der Anteil von nachhaltiger Mode an Zalandos GMV bei 10 Prozent.