Einführung eines Mindestbestellwerts sorgt für verbesserte Profitabilität

Einführung eines Mindestbestellwerts sorgt für verbesserte Profitabilität

Zalando ist nach zwei schwächeren Quartalen wieder auf den Wachstumspfad zurückgekehrt. Der Umsatz des Online-Modehändlers stieg um knapp drei Prozent auf rund 2,35 Milliarden Euro, das Bruttowarenvolumen wuchs im dritten Quartal um sieben Prozent auf 3,28 Milliarden Euro. Das bereinigte Ebit verbesserte sich von 9,8 auf 13,5 Millionen Euro.

„Das Konsumklima ist an einem neuen Tiefpunkt angekommen und die Inflation weiterhin hoch“, sagte Finanzvorständin Sandra Dembeck. Es sei unklar, wie sich die Verbraucherausgaben im vierten Quartal entwickeln werden. Zalando bestätigte zwar seine Prognosen für das Gesamtjahr, allerdings am unteren Ende der prognostizierten Spanne. Damit dürfte der Umsatz stagnieren und das Bruttowarenvolumen um drei Prozent wachsen. Das bereinigte operative Ergebnis würde dann bei 180 Millionen Euro liegen.

Positiv stimmt den Onlinehändler, dass die Zahl der aktiven Kunden im Vergleich zum Vorjahr um acht Prozent gestiegen ist damit erstmals über der Marke von 50 Millionen lag. „Das ist ein großartiger Meilenstein in der Geschichte von Zalando“, sagte Co-CEO Robert Gentz.

Zalando konzentriere sich weiterhin darauf, die Profitabilität zu sichern. Durch den neuen Mindestbestellwert hätten Kunden das Bestellvolumen erhöht oder die Versandgebühr bezahlt. Bestellungen unterhalb des Mindestbestellwerts seien hierdurch nun profitabel. Die Effizienz im Marketing sei im dritten Quartal erhöht worden: Im laufenden Jahr würden die Kosten um fast 100 Millionen Euro gesenkt. Das Unternehmen habe außerdem die Effizienz seines europäischen Logistiknetzwerks verbessert und Lagerbestände reduziert.